Luchs in seinem Lebensraum

Lebensraum

Der Luchs ist ein typischer Waldbewohner. In seinem eurasischen Gesamtverbreitungsgebiet besiedelt er ganz unterschiedliche Waldtypen: sommergrüne Laubwälder, Mischwälder und auch boreale Nadelwälder.

Ausgedehnte struktur- und rehwildreiche Wälder bieten ihm in Mitteleuropa die besten Lebensbedingungen. Er ist deshalb vor allem in Lebensräumen mit vielfältigen und abwechslungsreichen Gelände- und Vegatationsstrukturen zu finden. Dort findet er am ehesten ein ausreichendes Angebot an störungsarmen Wurfplätzen und Rückzugsgebieten. Zudem ist der Luchs wegen seiner Jagdweise als Pirsch- und Lauerjäger auf einen deckungsreichen Lebensraum angewiesen.

Als Tageslager bevorzugt er oft steile, felsreiche Gebiete oder Waldbereiche mit guten Versteckmöglichkeiten (z. B. Dickungen).

Luchslebensraum im Bayerischen Wald
Typischer Luchslebensraum im Bayerischen Wald

Wo viel Reh, da auch der Luchs

Der Luchs fühlt sich aber auch in unserer reich strukturierten Kulturlandschaft wohl, weil hier die Rehwilddichten in der Regel höher sind. Besonders die Wald-Feld-Grenzen sind für den Luchs als Jagdgebiet attraktiv. Hier pirscht er vor allem während der Dämmerung und nachts.

Kulturlandschaft

Weite Wege

Luchse pendeln oft weite Strecken zwischen dem Tageslager und ihrem Jagdgebiet.

Tageslager und Riss-Standort können mehrere Kilometer auseinanderliegen. Manchmal aber auch nur wenige Dutzend Meter.

 

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