Zwei Jungluchse sitzen auf einem Fels vor ihrer Wurfhöhle.

Aktivitäten und Ziele

Im Laufe der letzten 30 Jahre haben wir zusammen mit unterschiedlichen deutschen, tschechischen und österreichischen Partnern für die Erhaltung des Luchses in der Region gearbeitet.

Dabei war früh klar, dass der Umgang mit großen Säugetierarten wie dem Luchs, die Einbeziehung des Menschen mit seinen Ansprüchen und Wirtschaftsweisen erfordert. Die Nutzungsinteressen von Menschen hinsichtlich Jagd, Forst- oder Landwirtschaft können mit der Lebensweise des Luchses kollidieren und zu Spannungen führen, die in letzter Konsequenz dem Luchs das Leben kosten kann.

Um Ängste und Befürchtungen abzubauen, die besonders anfangs noch bestanden, waren alle Aktivitäten auf folgende Ziele ausgerichtet:

  • die Menschen vor Ort sachlich und fachlich fundiert informieren,
  • den tatsächlichen Luchsbestand möglichst genau erfassen und eventuelle Populationstrends ermitteln,
  • die Toleranz gegenüber dieser Tierart auf der Grundlage von Fakten fördern,
  • mit allen beteiligten Interessensgruppen ein akzeptiertes und langfristiges Miteinander von Mensch und Luchs erreichen.

Diese Ziele haben auch heute nichts an ihrer Relevanz verloren. Zwar sind die Ängste gewichen, die manchmal noch aufkamen: stellte man sich den Luchs doch viel größer und gefährlicher vor als er tatsächlich ist. Auch die sehr geringen Zahlen an Nutztierübergriffen des Luchses, z.B. auf Schafe oder Gehegewild, milderten die Sorgen von Nutztierhaltenden, zumal bereits 1997 eine Ausgleichsregelung geschaffen wurde. Das dominierende Spannungsfeld ist und bleibt die Jagdausübung. Dabei geht es um den vermeintlichen oder befürchteten Einfluss des Luchses auf Rehbestand und Rehverhalten.

Welche Grundgedanken leiten unsere Arbeit?

1. Schutzgebiete reichen in Mitteleuropa als Lebensgrundlage für den Luchs nicht aus

Wegen der großen Raumansprüche des Luchses sind Schutzgebiete allein für ein dauerhaftes Überleben einer Luchspopulation zu klein - der Luchs muss auch in der Kulturlandschaft leben dürfen.

Zwei Luchse begrüßen sich
2. Der Luchs ist kein Indikator für unberührte Wildnis

Das Vorkommen des Luchses in einer Region zeigt nicht intakte Ökosysteme oder gar Wildnis an. Er ist höchst anpassungsfähig und kann auch in unserer Kulturlandschaft gut überleben.

Luchs streift durch sein Revier
3. Der Luchs ist ein Indikator für Akzeptanz und Toleranz in unserer Gesellschaft

Eine ausreichende Akzeptanz und Toleranz unserer Gesellschaft gegenüber dem Luchs ist die Grundvoraussetzung für das Überleben der Art in Bayern und in Mitteleuropa.

Luchse leben mitten unter uns

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Wir brauchen Sie als Unterstützer*in!

Nur so ist eine Beteiligung an großen, internationalen Projekten oder die Entwicklung maßgeschneideter Lösungen zum Schutz und Erhalt des Luchses möglich.

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