Verbreitung und Bestand
Nach dem Wiederansiedlungsversuch Anfang der 1970er Jahre im Bayerischen Wald wurden ein Jahrzehnt später - von 1982 bis 1989 - insgesamt 17 Tiere im Bereich des heutigen Sumava-Nationalparks in Tschechien frei gelassen. Diese Tiere bilden den Grundstock für die heutige Luchspopulation in Bayern, insbesondere im Bayerisch-Böhmischen-Österreichischen Dreiländereck.
Verbreitung des Luches in Bayern
Die folgende Abbildung zeigt die Auswertung aller Luchsdaten der Kategorie 1 und 2 (Nachweis bzw. überprüfter, bestätigter Hinweis) in Abhängigkeit ihrer räumlichen und zeitlichen Entwicklung der letzten 12 Jahre (Stand April 2018).
Wie aus der Grafik deutlich wird, kommt der Luchs im Bayerischen Wald entlang der bayerisch-tschechischen Grenzregion sowie im Deggendorfer Vorwald regelmäßig vor.
Neue, mittlerweile regelmäßige Vorkommen gibt es seit den letzten acht bis zehn Jahren im Steinwald, im Spessart und im Frankenwald. Das Vorkommen im Steinwald/Fichtelgebirge gründet auf wiederfreigelassene Luchswaisen aus dem Bayerischen Wald, im Frankenwald auf vom Harz zugewanderte Tiere bzw. seit 2026 auch einem wiederfreigelassenen Luchswaisen aus dem Bayerischen Wald.
Luchsverbreitung in Deutschland
Das Bundesamt für Naturschutz koordiniert seit 2009 die Zusammenstellung der nationalen Luchsdaten und gibt dazu jährliche Verbreitungskarten heraus. Die Datenauswertung erfolgt nach Monitoringstandards (SCALP-Kategorien) und stellt so die Vergleichbarkeit sicher.
Länderübergreifende Verbreitungsdaten
Im Rahmen des von 2013 bis 2015 dauernden deutsch-tschechischen Trans-Lynx-Projekts gab es nach mehr als 10 Jahren Unterbrechung erstmals wieder eine grenzüberschreitende Auswertung der bayerisch-böhmisch-österreichischen Luchsdaten (siehe InfoMaterial).
Im Rahmen des von 2017 bis 2020 laufenden internationalen 3Lynx-Projekts wurden diese grenzüberschreitenden Auswertungen weitergeführt und in englischsprachigen Projektberichten veröffentlicht (siehe InfoMaterial).
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